Donnerstag, 15. Dezember 2016

Mensch Patti Smith

In letzter Zeit hat mich fast nichts mehr bewegt als die großartige Patti Smith, der bei einer Songzeile die Stimme wegbrach, weil sie fühlte, was keiner aufhören sollte zu fühlen: Niemand!


Und hier könnt ihr die Übersetzung dieses unter die Haut gehenden Songtextes lesen und dann werdet ihr vielleicht noch mehr verstehen, warum Bob Dylan den Nobelpreis bekam und Patti nicht einfach weiter singen konnte - genau an dieser Stelle nach dem Baby .... sie erklärt es hier ganz wunderbar.


Es muss immer mehr Menschen geben, die sich gegen die Zerstörung unseres Seins wenden, denn dann ist alles nichts mehr wert, wenn wir das Böse nicht in jeder Form aufhalten können und seien es auch die Emotionen einer Patti Smith, die uns wachrütteln .... nicht nur zur Weihnachtszeit sind diese genau richtig! Und der kraftvolle Schluss des Songs zeigt: In der Gruppe ist es leichter ... wenn es die richtige Gruppe - hier ein Orchester - ist!

Und hier ist das Original:


Dylan war blutjung, als er diesen bewegenden Text schrieb, den ich erst jetzt, fast uralt geworden, so richtig verstehe ... er passt heute mehr denn je in die politische Welt! Leider ....

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Einstellung dieses Videos: Schon in meiner Jugend habe ich Bob Dylan immer wieder gehört; leider verstehe ich erst jetzt die Texte genauer....
    Dieser Text passt ganz besonders für unsere heutige Zeit: I saw 10.000 talkers whos tongues were broken.....
    Das sind doch wir alle, die fassungslos mitansehen, wie das "Böse" und damit der Hass wütet!
    Nachdenkliche Grüße!

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    1. Liebe Leserin,
      es geht mir genau so mit den meisten Dylan-Texten und ich bin ehrlich erstaunt, dass er sie als junger Mann schon so großartig formulieren konnte, wo ich sie erst jetzt so richtig verstehe. Ich denke dabei an die Weitsicht, die viel nötiger wäre, um Katastrophen wie Aleppo zu verhindern, aber ich fürchte, ich bleibe so ratlos zurück wie alle, die zusehen und nichts tun. Broken tongues eben. Schön, dass wir wenigstens zu zweit sind, Du und ich, und innerlich was ändern wollen. Wenigstens auf einem Bastelblog.
      Lieben Dank und herzlichen Gruß von Annelotte

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