Mittwoch, 26. Januar 2022

Ein Zwischendurch-Täschchen

Manchmal habe ich Glück und finde Menschen in meinem Umkreis, die Empathie haben und mich verstehen können. Gerade in den letzten Monaten der unerklärlichen Krankensymptome dünnte sich der Kreis etwas aus, aber es kommen neue Menschen hinzu und die begrüße ich gern besonders:


Eigentlich habe ich gerade NULL ZEIT, denn ich habe Ordnung geschaffen, was noch nicht beendet ist und bei mir erst mal bedeutet, ein großes Chaos zu verbreiten - zeige ich euch demnächst.

Dabei stieß ich auf ungeahnte Mengen an Designerpapier und konnte gleich eine Kirsten M. bebasteln. Nimm einen Bogen Designerpapier, schneide ihn in zwei Teile und falze los ...

Papier-Maße 30,2 x 14 cm - Falz bei 5,5 cm / 13,5 cm / 19 cm und bei 27 cm. Unten für den Boden längs 3,5 cm falzen und einschneiden. Henkel nach Vorräten und Belieben!

Geht wirklich schnell! Den oberen Rand kann man mit jeder Stanze oder auch nur mit einer Zackenschere etwas aufpeppen, muss aber auch nicht sein! Die schmalere Klebelasche wird mit doppelseitig klebendem Klebeband versehen oder auch mit flüssigem Kleber.

Dann klappst du das fertig gefalzte Täschchen zusammen und klebst somit die Seiten fest.

Den Boden einklappen, mit Kleber bestreichen und nacheinander zusammen kleben.


Auf die letzte Lasche auch Kleber drauf - fertig!

Von innen schön fest drücken, damit es gut hält. Auch dafür eignen sich Klebeflaschen oder kleine Kinderhändchen - meine Erwachsenenhände sind zu wurschtig dafür.

Jetzt kannste noch einen Henkel anbringen - aus Papier oder auch einem schönen Bändchen. Seitlich habe ich dafür eine Zierklammer aus meinem unglaublich reichhaltigen Fundus genommen.

Oben zu sehen war mir nach einem rosa Blümchen - man gönnt sich ja sonst nix!


Am Ende noch ein Etikett dran mit wenigen Worten und Schleifenband, ein Herzchen drauf und schon hat man, habe ich eine kleine Freude für jemanden gefertigt, der es verdient hat. Die Kekse im Zellophanbeutelchen könnte man auch noch selbst backen, aber das wollte ich der Dame nicht zumuten und die vielen Lindor-Kugeln waren schon weg - beim Team der Gastoenterelogie, die mich gesund gemacht haben!

Sie sollten sich alle freuen und überrascht werden - das ist mir gelungen und ich habe auf diese Weise eine Stunde auf dem Rad verbracht und kann nun reuelos weiter mit Ordnung-machen Zeit verbringen. Und mit Sesselwärmen ... braucht der Sessel unbedingt! Und ich auch 😂!

Macht es euch gemütlich heute - bei uns ist es grau, sehr grau. Also bastelt den Frühling - er kömmt! Ganz bald! Ganz sicher! Bestimmt ...

Samstag, 22. Januar 2022

Es nimmt kein Ende

Und noch eine liebe Leserin schafft es, trotz Kleinkind und Familie Karten zu basteln und noch dazu so eine schöne und ich darf sie euch zeigen, guckt mal bitte:

Ja, so einen Winter wünscht man sich. Ich kenne ihn noch! Als Kind wohnte ich in Kassel, wo es Berge gab, die man runter rodeln konnte. Es war herrlich. Ich habe es meinen Eltern nie verzeihen können, von dort wieder weg gezogen zu sein! Und dieser Himmel! Ein Traumpapier von Action. Und dann lagen noch so einige Kleinigkeiten im Brief, unter anderem diese Winzlings-Schneemänner.

Natürlich habe ich meinen Plotter angeschmissen und probiert, ob er es schafft, sie auszuschneiden. Leider musste ich selbst zur Schere greifen .... aber zu mehr als einem Schneemann hat es nicht gereicht und den bekommt die liebe Malin als Dankeschön!

Ich habe so viel Glück - und es hilft mir altem Single, über die einsame Corona-Zeit zu kommen ohne großen Schaden zu nehmen. Jedenfalls fackel ich nur ab und an ein Heißluftgerät ab ....

Habt ein schönes Wochenende und passt auf euch auf - es kann nicht schaden. Das wünscht euch die stempellotta

Mittwoch, 19. Januar 2022

Nachmachen VERBOTEN!!!

Da nützt mir doch alle Studiertheit mit Einserabschluß nix, wenn man zu dusselig ist, die physikalischen Grundkenntnisse im Alltag anzuwenden, guckt mal:


Das war mal eine FFP2-Maske, die ich bei 80° im Heißluft-Ofen sterilisieren wollte. Laßt es bitte! Es ist doch logisch, dass so ein leichtes Ding durch die Gegend fliegt, wenn der Ventilator angeht ....


Wie gut, dass Wohnzimmer und Küche bei mir miteinander verbunden sind und ich gleich den ekligen Brandgeruch in der Nase hatte, sonst wäre das Teil wohl abgefackelt. Nun kann ich putzen statt basteln, geschieht mir ganz recht! Also, denken statt tun ist manchmal doch eine gute Alternative!

Sonntag, 16. Januar 2022

And we must enjoy as we can ...

Corona ist es geschuldet, dass ich auch alte Filme zwei Mal anschaue, aber manchmal sieht man etwas zum ersten Mal neu, obwohl man es schon kennt. Ist das der Anfang von Demenz? Egal, dieser Song, der für mich neu war, ist jetzt mein Ohrwurm!

 

Klickt mal hier auf den Trailer samt Song, wenn ihr mögt

 

Der Film beginnt mit dem Song und endet mit ihm, wobei ein reizender Säugling beim Tanzen einschläft. Ich gäbe etwas dafür, so einen Moment ein Mal erleben zu dürfen als alte Frau! Oder wenigstens so gehandelt zu haben als junge Frau mit schreiender Tochter und Van Morrison im Hintergrund - vorbei!

Habt einen schönen Sonntag, frei nach der Song-Zeile: And we must enjoy as we can - wir müssen uns freuen, so gut und wann und überhaupt es geht: wie wir können. So lange wir es können ...

PS: Der Film ist so lala, obwohl Robin Williams - auch schon tot leider - mitspielt und Hugh Grants Dackelaugen immer wieder zum Weglaufen sind, aber der Film spielt in Zeiten, in denen Männer noch Achselhaare tragen durften hahahahahahaha

Freitag, 14. Januar 2022

Weihnachtsdank: Ein Glückskärtchen

Da ich dieses Jahr die Vorweihnachtszeit mit Kranksein und Klinik verbrachte, kamen fast alle zu kurz, die sonst von mir ein Kärtchen bekommen hätten. Dafür wurde ich verwöhnt von euch und das ist einen dicken Dank wert - gleich im Dutzend. Da muss ich rationalisieren, oder?

Es bot sich als Teil eins meiner Aktion ein wundervolles Geschenkband an. Ich liebe Schneemänner und auch Schneefrauen - die kommen allerdings selten vor, denn warme Herzen schmelzen schnell. Als Hintergrund suchte ich diese Pflastersteine aus, ursprünglich von Tim Holtz in kleinem Format entworfen, aber bei AliExpress hier in groß zu bekommen - noch ... 

Ich sitze gerade in einem Hotspot - vom Impfmeister wurde Bremen zum Seuchenherd. Können wir locker! Man darf nur nicht stolpern und hinfallen und wenn, dann muss man wieder aufstehen. Also Kleinteilchen hergestellt, mit einem Plotter gar kein Problem. Fast jede Stempelform eignet sich und auch Stanzen habe ich ein paar. Na ja, Kreativität braucht Kleinzeugs! Bei mir jedenfalls.

So ein Sammelsurium samt Zeit und Muße sind nötig, um etwas draus zu machen. Allein die Anzahl der nötigen Karten ließ mich dann auf ein Format kommen, das ich bewältigen kann: Ein ATC!

Eine Artist Trading Card ist eine handliche Karte mit Maßen, die man leicht füllen kann. Guckt mal hier, sie werden in inch angegeben und es gibt sogar Hüllen dafür, denn man sammelt sie. Ich fand, das wäre eine tolle Glückskarte, so ein Talisman(n), für die Hosen- oder Handtasche geeignet. Und wenn man den abnimmt, kommt der obige Schneemann hervor - zum Verschicken oder Behalten.

Aber wie es so ist, ich hatte nach der dritten Karte wieder genug und musste Neues probieren. Ich eigne mich kein bisschen für Serienproduktionen, wie manche sie machen können ...

Und dann klappte das mit dem Glück auch nicht bei jeder Karte gleich gut. Es ist der letzte Schritt nach viel Fummelarbeit mit Pinzette - ich konnte es nicht ändern 

So müssen zwei oder drei Menschen mit meinen Fehlern leben, aber zum Glück gehört keine Perfektion, sondern die Gabe, das Mittelmaß als das anzuerkennen, was es ist. Ergebnis einer Liebesarbeit!

Vielleicht sitzt die Kappe dann besser als bei den anderen Schweinies - das ist doch auch was, oder?

Ich wünsche euch, gesund zu bleiben. Es gibt Leute, die sagen, jeder müsse Omicron bekommen, aber ich bin dagegen, nach all den kranken Monaten des letzten Jahres nun auch noch so einen Scheiß an die Backe zu bekommen und passe höllisch auf. Mit FFP3-Masken! Ich hoffe, sie halten, was ich mir verspreche.

Bleibt wachsam wünscht euch aus dem Seuchen-Hotspot die alte stempellotta

Sonntag, 9. Januar 2022

Ausgetunnelt

Ja, die Papiersorte ist beim Katenbasteln eigentlich das Wichtigste, wie auch gutes Werkzeug zu haben von großem Vorteil ist. Nachdem ich den vorigen Post mit Aldi- (oder war es Action) Papier zeigte, legte ich jetzt erst richtig los .... habe ja genug zur Auswahl.

Diese Mappen sind VOLL! Vier volle Mappen, nicht nur Billigpapier, sondern auch von diesem Direktvertrieb. Also dachte ich, gönne dir was ... Kann Papier/Farbkarton schlecht werden? Dieser hier sah schon beim Falzen/Knicken danach aus, als könne man ihn vergessen und war schweineteuer!

Dann habe ich mich auch noch mehrmals verklebt .... ach, es war ein Kreutz! Aber Frau gibt nicht auf.

Man fummelt eben so lange, bis man den Bogen raus hat. Aufzugeben war noch nie eine Option.

Dann fiel mir erst nachträglich ein, dass der Hintergrund ja irgendwie gestaltet werden muss. Na ja, das Designerpapier war nur farblich, nicht aber thematisch passend ...


Also ging ich dann mit mehr Bedacht an die Endfertigung und das mit Renkes Papier - sehr empfehlenswert zum Falzen und Knicken. Es reißt nix, ist aber auch nicht gerade billig! Ich fing mit dem Mond an, dem zu großen:

Dann die Schablone drüber und den Rest des Himmels gewischt ...

Mondschatten dazu ...

Und danach ein bisschen Wasser von oben - kennen wir in Bremen zur Genüge!

Wenn man das schnell abtupft, gibt es tolle Regenflecken!

Und so entstand mein "Kunstwerk" mit viel Versuch und Irrtum für eine Bastelfreundin aus dem südlichen Bayern - wer hätte das gedacht?


Es hat sich gelohnt, finde ich. Das ist überhaupt das Wunderbare an diesem Hobby, dass man Menschen findet, die einen verstehen, weil sie eine Leidenschaft teilen, jede auf ihre Weise. So verbindet sich der kühle Norden mit seinen Saupreußen sogar mit dem tiefsten Bayern. Völkerverständigung ist so einfach, wenn man es will. Und ja, ich will! 

Bleibt alle schön vorsichtig, Maske auf und Hirn einschalten und sich impfen lassen, dann klappts auch mit dem Gesundbleiben. Hoffentlich. Das wünscht allen von Herzen die stempellotta

Freitag, 7. Januar 2022

Es tunnelt die Karte - oder ich

Es gibt Zeiten, da läuft es einfach prima. Ideen ohne Ende und wenig Raum, sie alle umzusetzen.  Und es gibt das Gegenteil, wo zwar alles im Kopf ist und nur manchmal was Gutes dabei raus kommt. Wie jetzt:


Für diese Tunnelkarte nahm ich viele Flopps in Kauf, bis das Spiegelei das Tüpfelchen auf meinem "i" wurde und ich die Karte verschicken konnte. Die Empfängerin kennt meinen Humor und mag ihn.

 Die Vorderseite bekam ein Finish für die "Katzenliebhaberin" - sie schüttelt sich ähnlich wie hier.


Angeregt wurde ich durch einen Bastler, den ich zufällig entdeckte. Ich gucke sehr selten Videos, um meinen eigenen Ideen mehr Raum zu geben, mich zu finden, aber hier wurde ich aufmerksam, obwohl der Herr Demo ist von diesem Direktvertrieb und auch dauernd auf die Produkte hinweist. Ich mag dieses nervige Anpreisen und die wedelnden Langfinger in den Videos nicht und auch keine Wurschtfinger, keine Pediküre, erst recht kein flaches Gelaber mit Hellöchen Poppöchen, Scheißerles und Aloha. Es ist also schwer, es für mich recht zu machen, ich weiß! Trotzdem wollte ich es wagen und die Konstruktion auch noch verbessern - so bin ich nun mal hach!

Der Stempler, wie er sich nennt, brabbelt nicht und nur ein bisschen männliches Protzen mit angeblichen Schmierzetteln voller Formeln stört. Seine Erklärungen und begründendes Zeigen von handwerklichen Handlungen, die ich leicht verstehen konnte und nachmachen, gefallen mir. 

Echt, ich empfehle meine Abwandlung ausdrücklich nicht, denn die Karte wurde zu schmal, also nehmt die in rot geschriebenen Werte vom Stempler, die sind praktisch und gut, sonst sieht es bunt aus, aber ich wollte nicht noch mal alles knipsen!

Kartenkarton 14 cm von einem DIN A 4 Karton zuschneiden und falzen bei 10, 18, 20 und 28 cm und die Zwischeneinlage 14 cm x 9,8 cm und am Ende jeweils 0,9 cm falzen 


Typisch Lehrerin. Aber okay, auch die landen Flopps der anderen Art und ich für meine Person lerne gerne dazu. Wer nix lernen will, bleibt mir ausgesprochen suspekt! Und unsympatisch.

Ich zeige euch an meinem Flopp, wie es weitergeht und ihr macht es mit den roten Maßen besser, ja? Zuerst wird das große Fenster gestanzt - durch einen Karton, nicht durch beide!

Die Einlage wird dann mit einem kleineren Framelit gestanzt, ausgerichtet nach dem äußeren Loch.

Wenn man das ineinander legt, sieht man schon, wie es werden wird. Flopp hin oder her grins!

Ein bisschen schwierig ist jetzt nur die richtige Reihenfolge der "Endmontage", da habe ich zwei Mal daneben geklebt und das als Ex-Werklehrerin, aber eben ein alte Ex-Werklehrerin ... drum zeige ich es hier langsam, denn es ist ganz einfach, wenn man es weiß - wie alles, wenn man es weiß!

Die Einlage bekommt Klebestreifen rechts und links und wird an die Falz angeklebt, auf die mein Werkzeug zeigt. Ja nicht die andere Falz nehmen! Dann gibbet Abfall für die Tonne!

Einfach schön eng an die Kante anlegen und zuklappen - dann liegt die rechte Falz genau über der linken Falz, die mit dem durchsichtigen Klebeband schon fertig präpariert ist.

Wenn ihr das hinbekommen habt, sieht das schon in etwa so aus - noch unvollendet, aber gut!


Jetzt erst bekommt auch die Außenseite des Klappkartenkartons seinen Klebestreifen. Die Einlage hatte ihren Streifen ja schon ... und wenn man dann alles flach hin legt, kann man die beiden Teile zusammen fest kleben. Also die Vorderseite der "Umverpackung" links auf die flach gelegten Innenteile mit den Fenstern legen/kleben. Voraussetzung ist genaues Kleben ... und das vorherige Abziehen der roten Schutzbandes, na klar!

Da bei meiner angeblich verbesserten Version die Abstände nur mehr weniger als einen halben Zentimeter betrugen, wellt sich das nach dem Zusammenkleben und gefiel mir kein bisschen! Vielleicht lag es auch am Papier. Davon hat man ja unendlich viel normalerweise. Also noch mal das Ganze.

Aber das zeige ich euch dann morgen. Sagte ich schon, dass ich alt bin? Jedenfalls fühle ich mich heute so. War schon draußen im Regen. Eine Stunde rum gerannt. Vögel gesehen und eine Blume und das macht müde, sehr müde, oder ist es das Grau des Himmels? Wahrscheinlich ist es mein zusätzlich zu tragendes Weihnachtskilo hahaha! Gepäckmarsch nennt man das grins!

Habt einen schön gemütlichen Abend wünscht euch die stempellotta