Dienstag, 22. August 2017

Distress Oxide von Tim Holtz - Teil 3

Die Möglichkeit der oben genannten Farben, Fehler zu verbessern oder gar unsichtbar werden zu lassen, eröffnete mir neue Wege. Vielleicht ein alter Hut für euch, die mehr Erfahrung mit eigener Hintergrundgestaltung haben, aber für mich war es neu und vielleicht auch für die eine oder andere interessierte Leserin, also guckste mal bitte hier:


Der gewischte Hintergrund bekommt eine in Wasser getauchte Folie aufgelegt, die ich ausgestanzt hatte - klick hier zum Nachlesen. In diesem Fall war es gut, eine durchsichtige Folie genommen zu haben, denn man konnte so genau sehen, wie viel Wasser sich unter der Folie verteilt.



Dann ein Küchenkrepp oder Geschirrhandtuch drüber und das Wasser abtupfen und zwar habe ich das sowohl vor als auch nach dem Entfernen der Folie gemacht, damit nichts so viel schwimmt!


Das Ergebnis ist dann in etwa so ... je nach Maske/Stencil.


In der Schmetterlingsborte fehlte ein Stück und auch im Blumenstengel. Dann nimmst du einen feinen Pinsel und trägst dort, wo was fehlt, Wasser auf. Kurz wirken lassen und wieder abtupfen.


Und dann sah ich, dass meine Blume den Boden unter ihren Blättern verloren hatte - ich Schussel!


Auch den kann man mit einem feinen Pinsel und Wasser nachmalen - wenn man es kann grins!


Na ja, ich finde insgesamt die nicht gegenständlichen Hintergründe besser gelungen. Abstrakt geht bei mir vor Realismus, aber das ist nun wirklich reine Geschmacksfrage. Ich wollte euch halt zeigen, wie man und vor allem was man alles mit rumliegenden Masken machen kann, die für Strukturpasten zu filigran sind.

Viel Spaß damit und probiert die Technik doch auch mal bei normalen Stempelfarben aus. Bei den wasserfesten geht es logischerweise nicht, aber bei Chalk/Kreide/Pigmentkissen könnte es genau so klappen wie mit den Oxide-Farben. Legt los und berichtet doch mal .... vielleicht auch Tina?

Kommentare:

  1. Oh Annelotte... Wieder sooo wunderschön *träum* Die Farben... Selbst ohne Abtupfen, Wahnsinns-Reaktion! Ich staune immer wieder!!!
    Wenn ich mir Deine "Oxide-Serie" anschaue, dann bin ich hin und weg von den Farben, von der Einfachheit und vor allem von den Farbexplosionen, die entstehen, wenn man sie mit Wasser in Berührung kommen lässt!
    Das klappt mit den Chalk-Kissen nicht, also das mit dem Wischen ja, aber das mit dem Farbe-Wegnehmen nicht. Da eignen sich für die Hintergrundgestaltung eher die Zigs, mit denen klappt das auch super. Aber... Ist halt etwas anders und man muss auch fast zwingend Aquarellpapier nehmen, damit es irgendwie gut aussieht.
    Ich schwanke immer noch zwischen den normalen und den oxide... Am liebsten natürlich beide *lach* - was für eine Frage* hahahahaa*

    Vielen Dank für Deine wieder mal sehr detaillierte und interessante Ausführung zu einem neuen "Experiment"!
    GGLG und einen wunderbaren Tag für Dich :-)

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    1. Jetzt bin ich aber platt, liebe Sandy,
      dass DU das Wasserpatschen für Dich in Betracht ziehst! Ich hatte nicht gedacht, dass Dich das locken könnte, aber in der Tat empfinde ich die Oxides als eine großartige Erfindung des Herrn Holtz. Allein schon die Oberflächen anzufassen, wenn sie gewischt sind, ist ein sinnliches Erlebnis, weil sie samtig sind wie manche Buchdeckel. Und ich denke, irgendwann mal hole ich mir die restlichen Farben dazu, weil sie kräftiger im Farbton sind, aber darauf warte ich, bis sie vielleicht billiger werden. Herzlichen Dank jedenfalls für Deinen freundlichen und so überraschenden Kommentar. Liebe Grüße von Annelotte

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  2. Hallo Annelotte!
    Was für eine tolle Testreihe *grins*. Tolle Farbenspiele. In "echt" sehen die Klasse aus, ich habe ja so ein tolles Beispiel von dir gestaltet bekommen *zwinker*. Ja, dein ATC hat einen fantastischen Hintergrund! Deine Maskenspiele sind super!
    Bin dann mal gespannt, ob du auch noch "Scrapbooking" für dich entdeckst.... Große Fläche, mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten!
    Ich bin jedenfalls begeistert von deinen vielen Beispielen! Kompliment!
    Alles Liebe
    Angela

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    1. Maskenspiele ist der passende Ausdruck, liebe Angela,
      denn genau so habe ich es auch empfunden. Ich habe rumprobiert und konnte kaum aufhören. Jetzt habe ich gefühlte hunderte Hintergründe, die ich nach und nach gestalten kann. Mal sehen, was mir dazu einfällt! Aber Scrapbooking wird es wohl nicht mehr werden. Für wen denn? Meine Familie gibt es nicht mehr .... und ehrlich? Große leere Flächen schaffe ich auch nicht, lieber kleinklein, meinen 161cm entsprechend grins!
      Lieben Dank und herzlichen Gruß und demnächst mehr von Annelotte

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