Mittwoch, 26. März 2014

Nassgebiete - Colorieren Teil 3

Neulich habe ich ja die Polychromos-Stifte probiert und dann wieder zur Seite gelegt. Jetzt sind beim Colorieren-Probieren die Copic-Stifte dran. Was alle Designer und die Modefuzzis in meiner geliebten Schnulzserie am Vorabend benutzen, kann nicht so verkehrt sein - dachte ich. Also ich gegoogelt und - umgefallen, was die kosten! Das Dreifache zu den Polychromos-Stiften! Aber dann kam Tini. Sie bot mir an, mir welche zu schicken, damit ich was ausprobieren kann, was ich im youtube-Video gesehen hatte. Gesagt - probiert! Danke, liebe Tini!

Also der Trick ist im Video, dass man eben nicht drei Farben braucht, um Schatten zu erzeugen, sondern mit nur einer Farbe schattieren kann und das auch ohne Übergänge - es erschien mir das Experiment wert, sparte es mir doch bei Gelingen zwei Drittel des Anschaffungspreises! Also los:


Stufe eins links mit einem sehr hellen Copic, dann in der Mitte von oben her bis fast runter noch mal zügig drüber gemalt, also zwei Schichten, dann rechts nur im oberen Teil die Farbe zum dritten Mal aufgetragen. Man sieht deutlich die Absätze zwischen allen Farbaufträgen - nicht gut! Aber so wie unten schon eher!


Wenn man noch ein Mal schnell über alles drüber geht, dann verschwinden die Absätze und es entstehen Tiefen oder Schatten, die oben deutlicher sind als in der Mitte, könnt ihr es sehen?


Nebeneinander sieht man es besser ... Die Copics sind Alkoholfarben und lassen sich richtig gut flächig auftragen. Der Ciao-Stift (preisgünstige Anfängervariante) hat einen Pinsel und eine abgeschrägte Fläche - gut, wenn man viel Farbe auf den Karton bringen will. Nachfüllbar sind diese Stifte auch noch und das finde ich richtig gut.


Und dann ging ich an "meine" Motive - sind alle klein und kleiner und am aller kleinsten ... Genau da aber endete bei mir die Copic-Wonne, denn für sie braucht es in meinen Augen reichlich Fläche. Und wenn "es" (der Schatten) nicht gleich "sitzt", dann malt man noch mal drüber - es wird dunkler, noch mal drüber, noch dunkler. Wollte ich jetzt aber nicht. Wollte hell. War mir zu fipselig - was dann?


Nun, ich kam zur Wasserfarbe zurück und jetzt könnt ihr Demos alle über mich lachen - ich lache mit! Ich nahm eine alte CD und die schönen Marker dieser Firma (Tombows gehen genau so gut und Tip von Petra: Nachfüller nehmen!) und vor allem viel, viel Wasser und pinselte los, mit einem ganz normalen Pinsel der Stärke 0, also so ca. drei Haare pro Pinsel, und das ging klasse:

Nachtrag von Heike: Ja, man kann auch Stempelkissenfarbe nehmen, wenn sie wasserlöslich ist. Deckel ab und rauf auf die CD und dann klappt es auch mit solchen Farben ...


Heraus kamen endlich die leicht fließenden Übergänge, die das Wasser von alleine veranstaltet und wo ich nix zu können brauche. Das gefällt mir gut in facebook-Sprache!


So werde ich mir noch ein paar mehr schöne Marker bestellen und weiter geht es mit dem Wasserpatschen und Fließen-lassen - für meine kleinen Motive und Karten ist das klasse so.


Und wenn jetzt der Bruder und ich Freundschaft schließen - ich sage euch, es ist passiert! - dann schneide ich mir so was auch noch aus! Ratzfatz und ruckizucki - demnächst hier zu sehen. Teil 4!

Die Sonne kommt. Wird bald auch draußen so schön aussehen - neee, viel schöner! Versprochen ...

Kommentare:

  1. Das war wieder sehr lehrreich. Danke. Ich arbeite übrigens mit den wasserlöslichen Stiften von Faber. Wasser auf den Pinsel und dann über die Mine steichen. Dann aufs Blatt. Kommt gut. Besser als wenn ich sie auf dem Blatt anlöse - die Farbe. Gruß Hannelore

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    1. Das ist auch eine gute Idee, liebe Hannelore!

      Mir waren die Stifte immer zu hart und der Karton ribbelte auf. Das mag aber auch am flüsterweiß gelegen haben ...

      Lieben Dank und Gruß von Annelotte

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  2. Tolle Anleitung und anschauliche Beispiele - wie immer bei dir, liebe Annelotte. Vielen Dank. Ausprobieren kommt bei mir später - bis dahin bin ich auf Teil 4 gespannt. Liebe Grüße, Moni

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    1. Teil 4, liebe Moni,

      ist schon in Arbeit ... dauert alles immer lange und heute habe ich gar keine Zeit!

      Lieben Dank und Gruß von Annelotte

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  3. Hallo,

    das mit der CD mache ich schon ewig wen ich coloriere ;-)... aber mir gefallen die Blümchen.

    LG.-Danie

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    1. Das ist doch toll, dass Du das schon ewig machst, liebe Daniela,

      dann warst Du mir eben voraus und das geht leicht :-)!

      Lieben Dank und Gruß von Annelotte

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  4. statt der teuren Stifte nehme ich ne Palette(mehrere Farben drauf) oder ein Acrylblock für ein bis zwei Farben, mit einem Tropfen aus der Distress Refill Pipette und mein geliebter Wassertankpinsel... funzt dann in etwa so wie deine Technik zum Schluß. Auch mit den Schattierungen arbeite ich meist nur mit einer Farbe *gg --- ist doch viel günstiger
    Also die teuren Stifte gibbet dev. bei mir nicht
    LG hellerlittle

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    1. Super Anstoß, liebe Petra,

      ich habe noch so viele Nachfüller, da kann ich die Stifte ruhig auslaufen lassen .... Danke für die Anregung! Manchmal kommt man nicht mal auf das Naheliegende!

      Lieben Dank und herzlichsten Gruß von Annelotte

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  5. Wiedereinmal ein sehr interessanter Bericht. Und wieder bin ich froh ein Nichtstempler zu sein. Dann steh ich nicht vor derlei Problemen. Aber davon mal abgesehn, gebe ich das Geld für andere Schätzchen aus. Die Blumen sind wunderhübsch geworden. Und ich finde es ganz toll, das du deinen Colortest in einer meiner Lieblingsfarben gestaltet hast. Brave Lotti, hihi.
    Ach es geschehen also tatsächlich noch Zeichen und Wunder und der Bruder und Du werdet eine Einheit? Das klingt sehr interessant. Nun bin ich ganz schön hibbelig. Also spann uns nicht zu lange auf die Folter.

    Ganz ganz liebe Grüße und bis bald.

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    1. Liebe Kathleen,

      dann mache ich einfach weiter so mit den Farben, wenn sie es sind, die Dein Herz erwärmen hahahaha, aber Du wirst sehen, der Bruder läuft zu Hochform auf ... ich auch!

      Lieben Dank und Gruß von Annelotte

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  6. Hallo Annelotte,
    ja die Copics sind eine Nummer für sich ;) Weisst du was auch sehr gut funktioniert? Stempelkissen in den Deckel des Kissens tupfen. Bei den SU-Stempelkissen geht das, wenn kräftig man auf die Mitte der geschlossenen Stempelkissenverpackung drückt. Dann kann man die Farbe mit einem Wassertankpinsel oder wie du mit einem normalen, feuchten Pinsel auch sehr gut aufnehmen und weiter verarbeiten. Günstig für Alle, die keine Marker aber vielleicht viele Stempelkissenfarben haben.
    Liebe Grüße Heike

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    1. Oh danke, liebe Heike,

      diesen Tipp habe ich doch tatsächlich vergessen, wende ihn aber auch an, wenn ich die gewünschte Farbe noch da habe. Ich benutze inzwischen auch andere Stempelkissen und da ist es noch einfacher: Deckel ab (!), Farbe auftupfen auf die CD und gut issses. Vielen Dank, dass Du mich daran erinnert hast. Trage ich nach ...

      Liebe Grüße von Annelotte

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  7. Hallo Annelotte!
    Endlich komme ich wieder dazu die vielen Blogs zu besuchen und natürlich bin ich wieder bei dir "hängen" geblieben....
    Dein Kampf mit den Copics ist gut beschrieben, doch die Farbverteilung funktioniert auch andersrum. Stempel dir ein mittleres Herz, Stern, Kreis o.ä. (ich nehme Memento-Kissen) und beginne an der Stelle zu malen, die dunkel sein soll, dann beginnst du wieder am Rand und malst die nächste Farbschicht einfach ein wenig weiter, wie du es eben haben möchtest und zum Schluss gehst du nochmals über die gesamte Fläche und die Farbe hat wunderschöne, streifenfreie Übergänge. Übrigens, auch bei Copics gibt es einen "Blender", der ermöglicht es dir, auch noch etwas "weiß" auf der Fläche zu lassen, indem man nur die Ränder der hellsten Farbe leicht übermalt und sie in den "weißen" Teil hineinzieht...
    Ich hoffe, das dies einigermaßen verständlich ist.....
    Ich wünsch dir viel Spaß beim nächsten Versuch.
    Liebe Grüße
    Angela
    PS: Übrigens, ich benutze die Memento-Stifte zum bemalen kleinster Flächen. Die kann man auch nachfüllen und sie sind in der Handhabung gleich wie die von SU und man kann sie auch zum Einfärben von Stempeln benutzen.

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  8. oh danke, liebe Angela,

    für diesen gut beschriebenen Tipp! Ja, das mit dem Blender habe ich auch schon bei youtube mal gesehen und fand es toll, aber ich werde für meine seltenen Motivcolorierungen wohl beim Wasserpatschen bleiben. Noch mal so viel Geld auszugeben, wie damals bei den Polychromos, die dann rumlagen, möchte ich nicht, dahingegen sind Stempelkissen und Marker schon vorhanden. Als Rentnerin muss ich aufpassen .... :-)!

    Aber der Tipp mit den Mementostiften ist genial - wenn die von dieser Firma weg sind, gibt es eh nur die!!!

    Lieben Dank für Deine Mühe des Erklärens. Ich weiß, dass die Kommentare viel gelesen werden und hoffe, in Deinem Fall erst recht! Herzliche Grüße von Annelotte

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